Asplande – Präsentation
Die Organisation ASPLANDE
– Assessoria & Planejamento para o Desenvolvimento, zu deutsch: Beratung
und Planung für Entwicklung – wurde 1992 gegründet und richtet sich an Bevölkerungsgruppen
mit niedrigem Einkommen, insbesondere an Frauen, die die alleinige
Verantwortung für die Familie tragen. Unser Ziel besteht in der Unterstützung
dieser Gruppen bei der Planung, Einführung und dem Monitoring von Kollektiven
oder Kooperativen, die eine integrale und harmonische Entwicklung anstreben. ASPLANDE
ist Partner von ABONG (Brasilianische Vereinigung von Nichtregierungsorganisationen)
und bildet Teil des Netzwerkes Rede ASHOKA.
Im Laufe der Zeit
des Wirkens von ASPLANDE haben wir unsere Arbeit insbesondere darauf konzentriert,
Frauen, die den Haushalt von Familien mit niedrigem Einkommen führen, den
Einstieg in Arbeitsverhältnisse zu ermöglichen. Hierfür bieten wir Beratung in
der Gründung ihrer eigenen, kollektiv geführten Unternehmen an.
In diesem Zusammenhang
erachten wir das Knüpfen von sozialen Netzwerken als Weg, um die ganzheitliche
Organisation von Kollektiven zu ermöglichen. Für uns von ASPLANDE sind soziale
Netzwerke demokratische Räume, die Personen oder Gruppen im Hinblick auf
gemeinsame Werte und Ziele miteinander verbinden. Die wichtigste Eigenschaft in
der Organisation besteht in der Nicht-Existenz eines Machtzentrums bzw. von
hierarchischen Beziehungen. Jedes “wir” des Netzwerkes repräsentiert ein
Zentrum mit Potential, Macht und Entscheidungsfähigkeit. Informationen werden von
verschiedenen Punkten ausgegeben und auf transparente und dynamische Weise
weitergeleitet.
Die Quintessenz
und Schönheit der Organisierung in Netzwerken liegt in der Möglichkeit, Räume zu
schaffen, in der verschlossene Talente sich kreativ entfalten können. Dies fördert
die Chancen, die eigenen Ziele zu erreichen.
Die Gruppe Araçatiê
Präsentation
Die Gruppe
Araçatiê verbindet Personen, die bereits seit über 20 Jahren in ihrer Arbeit
und Studium mit der integralen und harmonischen Entwicklung auseinandersetzen. In
einem ganzheitlichen Verständnis befassen wir uns vordergründig mit der
Schnittstelle von natürlicher Umwelt mit der Gesellschaft sowie mit der
Verfeinerung von Instrumenten, die die Planung, das Management und die Bewertung
von Nachhaltigkeit ermöglichen.
Wir gehen davon
aus, dass sich die Planung optimieren lässt, indem auf die Komplexität und die bestehenden
Unsicherheiten in der gegenwärtigen Welt eingegangen wird. Durch flexible, der
Gegenwart angepasste Methodologien und Instrumente streben wir eine globale
Vision an.
Wir reflektieren
und diskutieren über aktuelle Themen, die mit Umwelt und kultureller Verschiedenheit
zusammenhängen, sowie mit dem dominierenden Entwicklungsmodell in einer globalisierten
Gesellschaft. In dieser bewirken zerrüttete Solidaritätsnetzwerke,
Sicherheitsverlust und soziale wie ökologische Verletzlichkeit, dass die
BürgerInnen zu Geiseln von Risiko, Angst und Individualismus geformt werden.
Diese Aspekte stehen
im Zentrum der Studien, Projekte und Aktivitäten, die von der Gruppe Araçatiê
durchgeführt werden. Um die existierenden Probleme zu überwinden, zeigen wir mögliche
Handlungsansätze auf, die die individuelle und kollektive Lebensqualität
erhöhen, sowie die Entwicklung der Bürgerinnen fördern.
Wie wir
arbeiten
Basierend auf
einem interdisziplinären Ansatz, konzentriert sich unsere Arbeit auf Projekte,
die verschiedene Aktionsfelder umfassen und deren Identität sich auf die
Anwendung einer Methodologie mit humanistischem Fundament stützt. Auf diese
Weise versuchen wir Standpunkte von verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen
und deren reale Bedürfnisse zu erfassen.
Die Gruppe Araçatiê
ist in der Nichtregierungsorganisation Asplande integriert, welche ebenfalls
auf interdisziplinäre Weise Projekte durchführt, die unzählige Aktivitäten umfassen.
Was wir machen
Kurse und Workshops
Rede Cooperativa de Mulheres Empreendedoras da Região
Metropolitana do Rio de Janeiro – Netzwerk von Frauen
in Kooperativen der Groβstadtregion
von Rio de Janeiro
Mit dem Ziel,
ihre Arbeit in der Fortbildung und Beratung zu optimieren, bildete ASPLANDE 1997
das Rede Cooperativa de Mulheres Empreendoras de Região Metropolitana do Rio de
Janeiro (deutsch: Netzwerk von Frauen in Kooperativen der Groβstadtregion von Rio de Janeiro). Dieses
Netzwerk strebt an, Kooperativen zu stärken, die hauptsächlich von Frauen
betrieben werden.
Das Netzwerk von
Frauen in Kooperativen richtet sich an Kollektive verschiedenster
wirtschaftlicher Aktivitäten, so zum Beispiel Kunsthandwerk, Näherei,
Recycling, Kollektivküchen oder Dienstleistungen. Ein Groβteil dieser Gruppen arbeitet ohne jegliche Unterstützung.
Daher finden sie in dem Netzwerk einen Raum, wo sie sich mit anderen Gruppen
austauschen und zusammenschlieβen können; sie
bekommen den Zugang zu Informationen und Weiterbildung, Beratung und
Öffentlichkeitsarbeit, sowie die Möglichkeit, ihre Vermarktung gemeinschaftlich
zu organisieren.
Derzeit umfasst
das Netzwerk 20 Kollektive im Produktions- und Dienstleistungssektor –
Kunsthandwerk, Näherei, Kollektivküchen oder Dienste im Allgemeinen; diese
werden meistens von drei bis fünf MitgliederInnen betrieben werden. Das
Netzwerk hält monatliche Versammlungen ab, die jeden letzten Donnerstag im
Monat im Sitz von ASPLANDE stattfinden.
Wir schließen uns
einem neuem Modell der Organisation von Arbeitsbeziehungen an - der Solidarischen Ökonomie, die durch die
Organisierung von Kooperativen ihren Antrieb erfährt. Diese Einstellung zieht
unmittelbare Konsequenzen nach sich, darunter eine Umgestaltung der Handhabung,
Tätigkeiten zu verteilen, sie personell zu organisieren und auf partizipative,
demokratische und transparente Weise zu verwalten. Doch Solidarische Ökonomie bedeutet
auch Veränderungen auf anderen Ebenen, die sich eher langsam und weniger
sichtbar verwirklichen und daher nur schwer auf einer quantitativen Messlatte nachweisbar
sind.
Diese
Veränderungen beziehen sich auf einen Einschnitt in den Wertvorstellungen, die
durch neue Arten von Beziehungen widergespiegelt werden; nicht nur in der
Arbeitswelt, sondern auch im familiären, sozialen und politischen Bereich. Auf rationaler
und intellektueller Ebene sind diese neuen Konzepte bereits studiert worden, das
tatsächliche Einhaften verläuft
jedoch wesentlich langsamer. Denn ein Lernprozess ist nur dann bedeutend, wenn
er Veränderungen in der Einstellung nach sich zieht: Er darf nicht nur
intellektuell, sondern muss auch organisch sein, um den Körper als Ganzes
einzubeziehen.
Seit seiner
Gründung zeichnet sich das Rede als Raum aus, welcher eine kontinuierliche
Fortbildung fördert und Themen erörtert, wie zum Beispiel:
Die Wichtigkeit, einen
Prozess in der Leitung der Kollektive zu anzuregen, der auf eine demokratische
Partizipation abzielt; die Überwindung von Konflikten in den interpersonellen
Beziehung innerhalb und auβerhalb des
Arbeitsfelds, wobei stets die menschliche Verschiedenheit in all ihren Aspekten
berücksichtigt wird;
die Wichtigkeit,
sich in sozialen Bewegungen zu engagieren, welche auf konstruktive Weise Themen
wie Umwelt, fairer Handel, kritischen Konsum, Geschlechterbeziehungen und
Menschenrechte diskutieren.
Jedes Jahr wählt
das Rede ein Schwerpunktthema aus, um dieses auf theoretische wie praktische
Weise zu vertiefen.